Pisa * Florenz * Lucca

14. - 17. Februar 2003

Mein Freund, Ex-Mitschüler und Ex-Kollege Shahram und ich hatten schon länger vorgehabt, mal einen Kurztrip gemeinsam zu machen. Im Januar hatte ich ihn in seiner neuen Heimatstadt Wien besucht, dabei aber blöderweise keine Kamera mitgenommen. Einen Monat später flog Shahram dann mit Germanwings nach Köln, wo ich ihn am nächsten Morgen im Hotel abholte. Mit Hapag Lloyd Express ging es dann von Köln/Bonn nach Pisa.

Unterkunft
Da das Hotel, in dem ich bei meinen beiden Aufenthalten 2002 abgestiegen war, noch in Betriebsferien war, buchte ich statt dessen das Hotel Roma. Die Lage des Hotels ist trotz der Nähe zum Domplatz mit dem schiefen Turm nicht ganz so ideal, da dieser sich eher am Rand der Altstadt befindet. Zum Arno hin, oder noch weiter bis zum Bahnhof ist es doch ein ziemlicher Fußmarsch - für untrainierte empfiehlt sich da eher der Bus. Etwas unglücklich war auch der Lärm von der Via Pisano, an der das Hotel liegt. Sehr gut dagegen Zimmer und Bad, beides recht groß und piccobello sauber. Auch das Personal war sehr freundlich und verdiente grosses Lob. Was allerdings etwas zu wünschen übrig liess war das Frühstück, bei dem sowohl Herzhaftes (Wurst, Käse) als auch Cerealien fehlten. Insgesamt bei einem Preis von seinerzeit € 55 ein durchaus empfehlenswertes Haus.

Sehenswürdigkeiten in Pisa
Natürlich ist da zuerst mal dieser fantastische Domplatz zu nennen. Den Turm hat wohl jeder schon mal gesehen - meine Begeisterung weckte allerdings der romanische Dom von Pisa, der eine wunderbar helle, freundliche Atmosphäre hat. Wir besichtigten auch das Baptisterium und den Camposanto. Sehr schön ist auch die Altstadt, besonders im Bereich zwischen Universität, Piazza dei Cavalieri und Ponte di Mezzo. Auch das frühabendliche Treiben auf dem Corso Italia, jenseits des Arno, sollte man sich nicht entgehen lassen. Da verspürt man die pure Lebensfreude auf italienisch.

Ausflüge nach Florenz und Lucca
Beide Städte sind von Pisa aus leicht mit der Bahn zu erreichen, und das zu absolut zivilen Preisen. Florenz hatte ich schon im Herbst 2002 mit meinen Eltern besucht. In der Bahnhofsnähe empfiehlt es sich, einmal die Parfümerie im Kloster Santa Maria Novella zu besuchen - für den
  Geruchssinn ein einmaliges Erlebnis. Das Baptisterium habe ich mir für den nächsten Besuch aufgehoben - spektakulär, wenn auch anstrengend war der Aufstieg auf die Kuppel des Domes, von wo man einen grandiosen Blick über die Stadt hat. Zum ersten Mal bekam ich die Kirche Santa Croce mit der davor liegenden Piazza zu sehen. Und natürlich gehörten die Piazza della Signoria mit dem Palazzo Veccio, das Arnoufer mit der Ponte Vecchio, und einige Palazzi zum Programm. Bekanntermassen ist Florenz nicht gerade preiswert, was man dieser traumhaft schönen Stadt aber auch nicht übelnehmen kann.
Nach Lucca fuhren wir dann am Sonntag - es war mein dritter Besuch in Pisas traditionell feindlicher Nachbarstadt. Wir blieben allerdings nur bis gegen Mittag, da wir zum einen noch vom Florenz-Besuch ermüdet waren, und zum anderen von den Bergen ein eisiger Wind pfiff. Der Februar ist doch noch ein bißchen früh für eine Toskana-Reise. Wir schauten uns ein paar der Sehenswürdigkeiten an (San Michele in Foro, San Frediano, Piazza Anfiteatro), deckten uns mit den sehr leckeren örtlichen Gebäckspezialitäten ein, und fuhren nach einem Imbiss zurück nach Pisa. Lucca ist auf jeden Fall einen Ausflug Wert, aufgrund der Lage in einem Talkessel aber auch sehr windanfällig, was so früh im Jahr eben etwas ungemütlich sein kann.

Ein paar Tips
Wie schon erwähnt, ist Februar sicher nicht der ideale Reisezeitpunkt für die Toskana. Im Vorjahr hatte ich die Gegend im April und im Oktober besucht, und würde beide Zeiträume als optimal bezeichnen. Vom Preisniveau her würde ich Italien etwa mit Deutschland auf eine Stufe stellen. Gut einkaufen kann man m.E. im Upim auf dem Corso Italia in Pisa - auch manche kleinere Schuhgeschäfte sind einen Blick Wert. Zwei Restaurants in Pisa möchte ich besonders empfehlen. Die Trattoria "Le Scuderie" liegt etwas abseits vom Corso Italia. Wenn man Richtung Bahnhof geht, muss man kurz vor Ende der Fußgängerzone nach links abbiegen. An einer Kirche vorbei, geht es direkt auf die Trattoria zu. Sie ist sehr gut besucht, der Inhaber stammt aus Süditalien und kredenzt hervorragende Pizzen. Aber auch andere Gerichte sind sehr empfehlenswert, besonders erwähnt sei hier "Polpo a la Casseruola", ein kleiner Octopus in Tomatensauce mit Oliven und Kapern. Das ganze sowohl von der Qualität als auch vom Preis sehr überzeugend. Ebenfalls ein bißchen abseits, in einer kleinen Gasse in der Nähe des Arno, nicht weit von der Via Mazzini, liegt das Restaurant "Le Repubbliche Marinare". Auch hier kann man sehr gute Küche zu akzeptablen Preisen geniessen - besonders die Gnochetti Sorrentina möchte ich hier empfehlen.
 

Vor dem Dom von Pisa

Shahram vor dem Baptisterium

Der Dom von Pisa

Vorderansicht des Domes

Dom

Die Apsis des Domes

Das Baptisterium (© Shahram)

Innenansicht des Domes (© Shahram)

Der Dom von innen (© Shahram)

Der Dom von innen (© Shahram)

Blick aus dem Baptisterium (© Shahram)

Im Camposanto

Im Camposanto (© Shahram)

Piazza dei Cavalieri

Arnoufer

Arno am Abend (© Shahram)

Florenz: der Dom (© Shahram)

Florenz: Piazza del Duomo (© Shahram)

Florenz: der Turm des Domes (© Shahram)

Florenz: Blick vom Dom auf den Palazzo Vecchio (© Shahram)

Florenz: die Kuppel von innen (© Shahram)

Florenz: im Cafe Rivoir (© Shahram)

Florenz: Ponte Vecchio (© Shahram)

Florenz: die Uffizien vom anderen Arnoufer

Florenz: Via de Tornabuoni

Florenz: Piazza Santa Croce

Florenz: Santa Croce

Lucca: San Michele in Foro (© Shahram)

Lucca: Piazza San Michele (© Shahram)

Lucca: San Frediano (© Shahram)

Lucca: Piazza Anfiteatro

Florenz: Blick vom Dom auf Santa Maria Novella

Florenz: Shahram im Cafe Rivoire

Florenz: Ponte Vecchio

Florenz: Palazzo Davanzati