Natürlich gehören Köln und Bonn genauso zu meiner Heimat wie Brühl oder Rheinbach. Aufgrund ihrer Bedeutung widme ich den beiden allerdings
eine ganz eigene Seite. Beide Städte bedeuten mir einiges - in beiden habe ich bereits gearbeitet, in beiden bin ich zu verschiedenen Zeiten
ausgegangen, in beiden habe ich Freunde und Bekannte. Und beide sind definitiv einen Besuch wert - oder eigentlich viel mehr als das.
Sehenswürdigkeiten in Köln
Fast jeder Mensch assoziiert die Stadt mit ihrem Wahrzeichen, und natürlich ist der Dom ein absolutes Muß. Allerdings hat die rheinische
Metropole einiges mehr zu bieten. Was Sakralbauten angeht, sind da erst mal die romanischen Kirchen, wie St.Gereon, St.Pantaleon, oder
die Apostelnkirche. Mir persönlich gefallen diese Kirchen viel besser als der doch etwas düstere, gotische Dom - ich habe halt ein Faible für
die Romanik. Aber das "hilije Kölle" ist eben auch nicht auf Kirchen beschränkt, im Gegenteil. Schliesslich beförderten die Bürger Kölns
ihren Erzbischof bereits 1288 über die Stadtmauer, und so manches Gebäude ist steinerner Zeuge von Bürgerstolz und Freiheitsdrang. In der
Altstadt, unweit der Kirche Groß St.Martin, befindet sich z.B. das alte Rathaus, mit dem stolzen Turm, der vor Vollendung des Doms ein
sehr bürgerliches Wahrzeichen der Stadt war. Ganz in der Nähe liegt der Alter Markt mit dem Gaffelhaus und der Statue Jan von Werths,
eines aus Köln stammenden Reitergenerals im 30jährigen Krieg. Und auch der Gürzenich, Kölns alter Festsaal, liegt in der Altstadt.
Dort, wo früher die Stadtmauer war, befinden sich heute die Ringe. Leider verhindern diverse Faktoren bis heute, daß dieser halbkreisförmige
Boulevard den Glanz versprüht, der denkbar wäre. Von der alten Mauer sind nur noch einige Rest übrig, so z.B. das Eigelsteintor im
Norden, um das herum ein buntes, multikulturelles Viertel liegt. Weitere alte Stadttore sind das Hahnentor und das Severinstor.
Köln ist auch eine Stadt der Museen. Ganz zentral, direkt neben dem Dom liegen das Römisch-Germanische Museum und das der Kunst gewidmete
Wallraf-Richartz-Museum/Museum Ludwig. Unweit der Altstadt, auf der Rheinauhalbinsel, befinden sich das Schokolademuseum und
das Sport- und Olympiamuseum. Und am Appelhofplatz liegen das Museum zur Stadtgeschichte sowie das ELDE-Haus, früher lokales
Hauptquartier der Gestapo, heute Gedenkstätte für die Opfer der Nazidiktatur. Und damit sind an dieser Stelle nur einige der Kölner Museen
genannt. Auch moderne Sehenswürdigkeiten hat die Stadt aufzuweisen. Als Beispiele seien hier genannt der Media Park im Norden der
Innenstadt, und natürlich die Kölnarena auf der rechten (östlichen) Rheinseite, in der neben Konzerten natürlich primär Eishockey-,
Handball- und Basketballspiele vor fast 20.000 Zuschauern stattfinden. Unter den vielen Stadtvierteln, die mit Kneipen und Restaurants
reich bestückt sind, sei an dieser Stelle exemplarisch das Kwartier Lateng zwischen den Ringen und der Universität genannt, wo kölsche
Lässigkeit und studentische Weltoffenheit - oder war das umgekehrt? - eine Symbiose eingehen.
|
|
Sehenswürdigkeiten in Bonn
Die Bundesstadt wird heute, noch stärker als früher, von der Universität bestimmt - studentisches und bildungsbürgerliches Flair überwiegen.
Die Universität ist zu guten Teilen im ehemaligen kurfürstlichen Schloß untergebracht, dessen Hofgarten in den warmen Monaten auch
zum Sonnenbaden und Relaxen genutzt wird. Ebenfalls in der Innenstadt befindet sich das romanische Münster, in dessen Nähe auch das
beeindruckende Postamt liegt. Unweit des Münsterplatzes ist der Marktplatz, wo sich auch das alte Bonner Rathaus befindet, und in der
in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Bonngasse liegt das Beethovenhaus, Geburtsstätte des Komponisten. Ausserhalb der Altstadt
ist die Museumsmeile zu erwähnen, wo mir persönlich besonders das Haus der Geschichte zusagt.
Essen und Trinken
Natürlich trinkt man in Köln das obergärige Kölsch, das von einigen Brauereien auch alkoholfrei angeboten wird. Auch in Bonn wird übrigens
Kölsch gebraut. Die typisch kölsche Küche umfasst Spezialitäten wie Hämmche (Eisbein) und Hemmel un Ääd, Blutwurst mit
Zwiebeln, Kartoffelpürree (=Erde) und Apfelkompott (=Himmel). Diese sollten bevorzugt in typischen Kneipen und Brauhäusern genossen werden,
wobei meine Favoriten die "Malzmühle" und das "Früh am Dom" (Köln) sowie "Zum Gequetschten" (Bonn) sind. In solchen Etablissements erhält
man auch den berühmten Halven Hahn, der eben gerade nichts mit Geflügel zu tun hat - es handelt sich um ein Roggenbrötchen mit
würzigem Holländer Käse. Aber als multikulturelle Städte weisen Köln und Bonn eine enorme Vielfalt an Restaurants auf, so daß jeder
Gaumen auf seine Kosten kommt.
Unterkunft und Sonstiges
Als Messestadt hat Köln jede Menge Hotels zu den unterschiedlichsten Preisen zu bieten. Es empfiehlt sich, die Seiten von Hotels und
Hotelanbietern nach Angeboten zu durchsuchen. Als mein Freund und Kollege IVan zwischen Weihnachten und Neujahr 2002 das Rheinland besuchte,
buchte er über HRS das Hotel "Europa am Dom", zu einem Sonderpreis von unter 50 € pro Nacht - Zimmer und Service waren sehr gut, und zentraler
kann man in Köln nicht unterkommen. Der Rhein ist zwischen Köln und Bonn nicht besonders spektakulär. Gut, er ist sehr breit, aber
die Landschaft zwischen den beiden Großstädten ist doch sehr von Industrie geprägt. Wer eine Schifffahrt auf dem Fluß plant, sollte dies von
Bonn ab in südlicher Richtung unternehmen, z.B. nach Koblenz. Auf dieser Strecke sind die Aussichten dann in der Tat häufig atemberaubend,
z.B. auf Felsen und alte Burgen - Rheinromantik pur. Ein besonderes Erlebnis ist die sogenannte Talentprobe am Tanzbrunnen, gegenüber
der Kölner Altstadt auf der östlichen Rheinseite gelegen. Wer den Tanzbrunnen nervlich übersteht, ist zumindest stark genug für die ganz grosse
Bühne. Das dortige Publikum hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die auftretenden Talente mit Pfiffen, Gejohle und anderen Nettigkeiten
hemmungslos nieder zu machen. Es ist halt wirklich eine Härteprobe...
|